48/19 – Neue Baugebiete in Krefeld – Adé Klimaschutz

Ganz und gar nicht einverstanden sind die Grünen mit dem Vorgehen des Regionalrats, der mit einer ersten Änderung des Regionalplans neue Wohnbauflächen schaffen will. Insgesamt sollen im Regierungsbezirk Düsseldorf auf 100 Freiflächen 1.500 ha für Wohnbebauung umgewidmet werden.
Für Krefeld bedeutet das: 71 ha größtenteils landwirtschaftlich genutzter Freiraum soll nach Willen der CDU/FDP Landesregierung für zusätzliche Bebauung freigegeben werden. Ein Dringlichkeitsantrag der Grünen, eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung dazu abzuhalten, wurde in der letzten Ratssitzung am 4. Juli mehrheitlich von CDU und SPD abgelehnt.
Jetzt wollen die Grünen selbst über das Vorhaben der Bezirksregierung informieren und zwar innerhalb von zwei Veranstaltungen. Unter dem Titel „Neue Baugebiete in Krefeld – Adé Klimaschutz“ laden sie am 3. September um 18.00 in das Gemeindehaus St. Hubertus ein, um die Bürgerinnen und Bürger zu unterrichten. Die beiden Bau- und Planungspolitikerinnen Ana Sanz und Heidi Matthias werden die in Krefeld zur Disposition gestellten Freiflächen vorstellen. Ute Sickelmann, Regionalratsmitglied für die Grünen ist eingeladen, über das Planänderungsverfahren und die Mitwirkungsmöglichkeiten zu berichten. Landschaftspfleger Theo Malschützky wird die Auswirkungen einer Versiegelung der Landschaftsflächen auf Mikroklima und Ökologie erläutern. Am selben Abend, um 19 Uhr werden Bezirksvertreter Günter Föller und Ratsherr Thorsten Hansen in Hüls im Haus Wahlen zum gleichen Thema, allerdings ausschließlich über die für weitere Bebauung vorgesehenen Gebiete in Hüls informieren.
„Das Kalkül, das Planänderungsverfahren stillschweigend an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei durchzuziehen, wird nicht aufgehen!“ ist sich Fraktionsvorsitzende Heidi Matthias sicher.
„Erst vorigen Monat haben wir im Rat beschlossen, alle Entscheidungen und Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes zu treffen. Wie kann es da sein, dass man jetzt bereit ist, über solch erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft überhaupt nachzudenken?“
Die beiden Info-Veranstaltungen sollen die Bevölkerung nicht zuletzt aufrufen, ihre Bedenken gegen die geplanten Änderungen einzubringen.
„Bis Ende September können die Bürgerinnen und Bürger zur beabsichtigten Regionalplanänderung noch Stellung nehmen. Diese Gelegenheit sollten so viele Krefelderinnen und Krefelder nutzen, um die Umwidmung der Landschaftsgebiete zu stoppen“, so Ana Sanz von den Grünen.
Weitere Information unter: https://gruene-fraktion-krefeld.de
Anmeldungen zu den Veranstaltungen: gruene-fraktion@krefeld.de, Tel: 86 20 35