024/21 Photovoltaik-Pflicht: Grüne weisen CDU-Kritik zurück

 

Mit Erstaunen hat die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Björna Althoff, auf die Kritik der CDU an der geplanten Einführung einer Photovoltaik-Pflicht reagiert. „Man könnte den Eindruck gewinnen als hätte sich die CDU mit diesem Thema, geschweige denn mit unserem Antrag noch gar nicht richtig beschäftigt“, so die Grüne.

Dass Photovoltaik einen ganz wesentlichen und vor allem auch von privater Seite zu leistenden Beitrag zur Kompensation herkömmlich gewonnener Energie leisten könne, stehe außerhalb jeden Zweifels. „Außerdem verursacht jeder Neubau durch die Baustoffproduktion und den Bau selbst einen sehr hohen CO2-Abdruck“, erläutert die Grüne. Es entspreche den Warnungen der Wissenschaft zur Klimakrise, dass ein Neubau, der mit solch einem CO2-Abdruck einhergehe, selbstverständlich mit Maßnahmen zur Energieeffizienz und Erzeugung Erneuerbarer Energien kombiniert werde.

Was die Frage der Finanzierung angehe, so gebe es Modelle, bei denen allein über die Ratenzahlung aus der Kosteneinsparung zum vorherigen Strombezug die gesamte Anlage binnen 15 Jahren finanziert werden könne, sofern in dieser Zeit die Summe weiterbezahlt werde, die der heutigen Stromrechnung(!) entspreche. Danach erbringe das eigene Dach nur noch Gewinne.

„Im Übrigen ist zugleich vorgesehen, dass die PV-Pflicht auch dadurch erfüllt werden kann, dass Eigentümer ihre Dachfläche Dritten zur Verfügung stellen und diesen sowohl finanziell als auch bürokratisch die Installation der Anlage überlassen“, so Althoff weiter. Genau dafür solle eine Online-Dachflächenbörse in Auftrag gegeben werden, über welche Dachflächen, Stromabnehmer und Photovoltaikanlagenbetreiber zusammengebracht werden könnten.

Zu guter Letzt sei auch die offenbar reflexartige Ablehnung einer die Bürgerinnen und Bürger punktuell verpflichtenden Politik nicht nur bei diesem Thema völlig unangemessen. „Die Schulpflicht, die Gurtpflicht, die Krankenversicherungspflicht und viele andere mehr sind durchaus positive Errungenschaften für unsere Gesellschaft“, meint Althoff.

Insofern sei es nicht verständlich, dass die CDU bei Gewinnen für Eigentümer*innen und einem gleichzeitig positiven Klimaschutzbeitrag Gegenwehr schüre statt wirtschaftliche Wege in Zeiten notwendigen Klimaschutzes konstruktiv mitzugestalten.„Ich gehe jedenfalls zuversichtlich davon aus, dass sich die CDU Krefeld bis zum KLIMA-Ausschuss noch ausführlicher mit den positiven Aspekten einer Photovoltaikpflicht bei Neubauten wie z.B. eine autarke Energieversorgung, regionale Wertschöpfung, langfristige Gewinneinnahmen der ‚Häuslebauer‘ und Klimaschutz vor Ort beschäftigen und aus diesen Gründen dem Antrag ebenfalls zustimmen wird“, so Althoff abschließend.