Die Stadt Krefeld hat bezogen auf den Ausbau erneuerbarer Energien einen großen Schritt nach vorn gemacht: Mit Hilfe eines Gutachters sowie des Fraunhofer IEE wurde das Stadtgebiet auf potenziell für Windenergieanlagen geeignete Standorte geprüft. Konkret wurden 29 Flächen identifiziert, auf denen insgesamt 35 Windenergieanlagen installiert werden könnten.
Die Krefelder Grünen begrüßen ausdrücklich sowohl diese Initiative als auch die vermittelnde Rolle der Stadt bei den Gesprächen mit den Flächeneigentümern, denn oft sind mehrere Flurstücke betroffen, die unterschiedlichen Personen gehören. Julia Müller, klimapolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Krefeld, äußert sich wie folgt: „Die Stadtverwaltung hat mit dieser Planung eine wertvolle Vorarbeit geleistet. Angesichts des großen Energiehungers einer Stadt unserer Größe ist es vorbildlich, trotz der vielen Siedlungsflächen auch den Windenergieausbau in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus stellt die Windenergie eine ideale Ergänzung zur Solarenergie dar, deren Ausbau in Krefeld bereits erfolgreich voranschreitet.”
Das Ziel sei eine diversifizierte, resiliente Energieversorgung, die die vorhandenen Flächen in Krefeld möglichst klug nutzt: Windenergieanlagen lassen sich mit der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung kombinieren, abhängig von der Fläche sei auch eine Ergänzung mit FFPV eine sinnvolle Lösung.
„Im Rahmen der Genehmigungsverfahren wird je Standort genau geprüft, welche Kompensationsmaßnahmen notwendig werden, denn die Biodiversitätskrise darf bei diesen Vorhaben nicht ausgeblendet werden. Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen und müssen uns diesen stellen,” so Müller abschließend.