034/20 Streichung der IC-Verbindung Krefeld – Berlin

Ab Oktober wird es keine direkte IC Bahnverbindung zwischen Krefeld und Berlin mehr geben. Das ist dem aktuellen DB-Fahrplan zu entnehmen. Damit wäre Krefeld vollständig vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten. Eine Meldung oder Ankündigung von Seiten der Bahn dazu – Fehlanzeige.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws und die Krefelder Ratsfrau und verkehrspolitische Sprecherin Ana Sanz wollen das so nicht hinnehmen und fragen genau nach. „Uns erschließt sich nicht, warum diese gut angenommene und attraktive Verbindung in die Bundeshauptstadt für viele Bahnreisende ab Krefeld jetzt drastisch reduziert werden soll“, wundern sich die beiden Grünen.

Weil sie dazu im örtlichen Reisezentrum keine Auskunft bekamen, wenden sie nun mit einem Brief an den DB Vorstand Bertold Huber und an den Konzernbeauftragten für NRW, Werner Lübberink, und erbitten zügige Aufklärung.

Schauws und Sanz fragen auch nach der Umsetzung des 3. Gutachterentwurfs für den Deutschlandtakt, nachdem die Bedienung der Strecke AachenKrefeld – Essen (weiter nach Hamburg) mit einer zweistündig verkehrenden „FR 200 km/h“-Linie, also einem Intercity-ähnlichen Angebot, geplant ist.„Wir halten eine Anbindung von Krefeld als Stadt mit über 220.000 Menschen an das Fernverkehrsnetz der DB für unbedingt notwendig“, betonen Schauws und Sanz. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein bestehendes und gut angenommenes Angebot plötzlich ausgedünnt wird. Das darf so nicht kommen. Im Gegenteil, die Anbindung muss vielmehr verbessert werden. Mobilität mit der Bahn schont die Umwelt und trägt positiv zum Klimaschutz bei. Wir Grüne wollen für Krefeld nicht weniger regionale und überregionale Bahnverkehre, sondern mehr.“

 

Zum Hintergrund:Es gab vor wenigen Jahren noch eine regelmäßige, werktägliche IC-Verbindung zwischen Krefeld und Berlin und zurück. Momentan fährt der IC nur Donnerstags und Freitags von Krefeld aus einmal in die Hauptstadt, zurück geht es nur montags zu einer bestimmten Uhrzeit.