006/21 Grüne fragen nach Promenadenbäumen

In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Oppum-Linn erwarten die Grünen Auskunft über den aktuellen Sachstand und die weiteren Planungen zur Nachpflanzung jener 29 Säulenahornbäume, die am Rande des ersten Abschnitts der Promenade zwischen neuer Feuerwache im Südbezirk nach Oppum im August des vergangenen Jahres gepflanzt und sodann von Unbekannten angesägt worden waren.

„Schnell machte seinerzeit das Gerücht die Runde, dass die Bäume zu nah seitlich der Fahrbahn angepflanzt worden seien und deshalb auf Dauer durch ihre Wurzeln den Belag des Rad- und Fußweges zerstören würden“, erinnert sich Ursula Gast, grüne Bezirksvertreterin in Oppum-Linn. Eben dies sei möglicherweise auch der Grund für den Vandalismus gewesen.

„Erst später wurde bekannt, dass die Stadt dieser Problematik mit vorsorgenden Maßnahmen begegnet war“, so Gast weiter. Im Wurzelraum jedes einzelnen Baumes sollten 12 cbm Baumsubstrat in der Pflanzgrube verhindern, dass es zu Beschädigungen des Fuß- und Radweges kommt. Zudem sei der Unterbau der beiden Wege darauf ausgerichtet, das Ausbreiten des Wurzelwerks zu verhindern.

Die Aktion ‚Stumpf-Sinn‘ des Stadtmarketings, bei der viele der Baumstümpfe durch kreative Ideen zu einem temporären Leben erweckt wurden sei mit der Ankündigung einhergegangen, noch in der Pflanzperiode 2020 Bäume nachzupflanzen. „Dass bisher noch nichts passiert ist, mag der gegenwärtigen Corona-Situation geschuldet sein“, räumt die Grüne ein. Jetzt – mit der neuen Pflanzperiode im Frühjahr 2021 – müsse jedoch gehandelt, müssten Versprechen eingelöst werden.

Denn die Promenade, die eine Verbindung und Freizeitachse zwischen Oppum und dem Südbezirk herstelle, werde von vielen genutzt. Sie sei eine geschützte Trasse entlang der viel befahrenen Ritterstraße mit der großen Kreuzung am Dießemer Bruch. Ein wesentliches Gestaltungselement in diesem Abschnitt sei die Baumreihe, die im Sommer im Übrigen der einzige Schattenspender sei.

„Es wird also Zeit, dass die Stadt ihre Ankündigungen in die Tat umsetzt“, so Gast abschließend.