004/20 | Surfpark: Grüne wollen dem B-Plan-Verfahren trotz Bedenken nicht im Weg stehen

Wie alle Ratsfraktionen hatten die Grünen die Gelegenheit, sich das ProjektSurfpark vom Investor und der Stadtverwaltung vorstellen zu lassen. Trotz einem eher positiven ersten Eindruck, ist die Entscheidung, dem einleitenden Beschluss zum B-Plan 836 zuzustimmen, den Grünen nicht leichtgefallen, da eine Vielzahl von Fragen noch offen ist, wie z.B: „Welche Auswirkungen hat der Bau des Surfparks an dieser Stelle auf Fauna und Flora?“, “ Wie hoch wird der tatsächliche Energieverbrauch der Anlage sein und wieviel regenerative Energie wird auf dem Gelände von den Betreibern erzeugt?“,  „Welche verkehrlichen Belastungen kommen auf die Gegend zu?“, „Was passiert mit dem 25.000 qm großen Surfbecken in dem Erholungspark, wenn der Betrieb aus welchen Gründen auch immer eingestellt wird?“, „Ist das Wasseraufbereitungssystem ökologisch verträglich?“, „Wird bei dem erwarteten Besucheraufkommen das ÖPNV-Angebot vor Ort verbessert?“

„Die Antworten auf diese Fragen erwarten wir von dem Bebauungsverfahren“, erklärt Heidi Matthias, planungspolitische Sprecherin der Grünen. Im Rahmen des Verfahrens würden Gutachten zu Verkehr, Umweltauswirkungen, Lärm und weiteren Problemstellungen erstellt, Untersuchungen vorgenommen und eine breite BürgerInnen-Beteiligung sichergestellt.

Heidi Matthias abschließend: „Die Investorenpläne, neben dem Surfangebot, auch Gastronomie, Sport, Wellness und Camping anzubieten und durch PV-Anlagen selbst Energie vor Ort zu produzieren, klingen erst einmal höchst attraktiv. Deshalb wollen wir uns diesen Plänen nicht verschließen. Dennoch ist das nicht gleichbedeutend mit einer Zustimmung. Das Bebauungsverfahren wird sicherlich 2 Jahre dauern. Erst wenn sämtliche Prüfungen abgeschlossen und die Gutachten vorliegen, werden wir Grünen uns endgültig für oder gegen den Bau des Surfparks entscheiden.“