Echt cool, dass wir das SpieDie haben

Eine Kreativinsel inmitten von Häuserzeilen und engen Straßen war das Ziel des letzten Stadtspaziergang der Grünen in diesem Jahr.

  

Eingang zum SpieDie | Wandgemälde Eingang Gemeinschaftsprojekt 2002

Ziemlich verborgen, im Innern der Häuserblocks zwischen Dießemer-/ Viktoria- und Freiligrathstraße in der östlichen Stadtmitte liegt seit 17 Jahren der kostbare Schatz: die offene Kinder- und Jugendeinrichtung SpieDie.

  

Blick auf den SpielPark | Keramikrelief Gemeinschaftsarbeit

Bevor es zur begrünten Oase für die Kinder aus dem Viertel wurde, war es bis zum zweiten Weltkrieg Schrottplatz, danach Lagerstätte eines Dachdeckers, bis dann 1998 eine Elterninitiative einen Spielplatz forderte und sich diesen damals noch unwirtlichen Ort ausguckte.

  

Die Welt in Keramik – Kinderprojekt | Kleines Haus mit Sommerkiosk

Viele Jahre sind seitdem vergangenen. Das Gelände ist inzwischen ein Park geworden. Die vorhandenen Gebäude wurden in jahrelanger Arbeit des Werkhauses mit viel ehrenamtlicher Hilfe und finanzieller Unterstützung der Stadt zur unverzichtbaren Freizeitstätte der Kinder des Quartiers.

  

Blick auf den großen Spielplatz mit ABC-Wand | Freundschaftsbank

Mittlerweile blickt der ehemaliger Leiter des SpieDies,  Helmut Boeck, mit leisem Stolz auf das vollendete Werk, das von Jahr zu Jahr weiter entwickelt wird. Die liebevoll hergerichteten 560 qm umfassenden Häuser beherbergen jede Menge Räumlichkeiten, in denen sich die Kinder entfalten können. Die fest angestellte Pädagoginnen, Marion Brokamp (Leiterin) und Christine Drogt (in halber Stelle), einige freie Mitarbeiterinnen, Praktikanten und natürlich Helmut Boeck, der sich von seinen Kindern bisher noch nicht trennen konnte, bieten an 5 Tagen in der Woche, 5 Stunden täglich nahezu alles an, was Spaß macht, Talente entdecken lässt und Kreativität fordert und fördert.

  

Geschichtenerzählerinnenzimmer | Terrassengarten

Neben dem Café, in dem gechillt, Billard und anderes gespielt wird, der Aktionshalle für Tanz, Sport, Theater und Feiern gibt es Werkräume für Holz-und Keramikarbeiten, Basteln, Malen und Kochen und natürlich Musizieren. In dem Garten, der im Osten in Terrassen  an die Wohnbebauung grenzt, ziehen die Kinder unter Anleitung von Helmut Boeck Gemüse, Kräuter und Blumen heran. Eine selbst gebaute Regenwassergewinnungsanlage sorgt für die Bewässerung. Etwa 60 Kinder, manchmal bis zu 120, kommen Tag für Tag hierher, aber auch Mütter und Väter. Einmal in der Woche wird gekocht und zwischendurch auch mal Kuchen gebacken; nicht selten bringen die Mütter den Kuchen auch mit und dann wird gemeinsam erzählt, gelacht und gespielt. Was hier geleistet wird, ist mit Gold nicht aufzuwiegen.

  

Holzwerkstatt | Hemut Boeck zeigt Foto vom ursprünglichen Zustand 1995

Für viele Kinder ist das SpieDie ein zweites Zuhause, in dem sie geachtet und ernst genommen werden, in dem sie aber auch feste Regeln befolgen müssen und bei Nichteinhalten die  Konsequenzen erfahren. Die Grüne Fraktionsvorsitzende Heidi Matthias und der Bürgervereinsvorsitzende Manfred Grünwald sind sich einig: „Das SpieDie ist zu einem unschätzbar wichtigen Ort geworden, es ist ein Stück Heimat für die Kinder und Eltern und aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken. Wir sind echt froh, dass es das SpieDie gibt!“

SpieDie-Sommerfest