040/17 | Eishallen sind Teil eines Gesamtproblems

Als Teil einer sehr viel größeren Gesamtproblematik sehen die Grünen die Zukunft der Krefelder Eishallen.

„In nicht sehr ferner Zukunft wird zum Beispiel auch beim Badezentrum Bockum die Frage anstehen, wie dort der Betrieb weiter gewährleistet werden kann“, so der sportpolitische Sprecher, Axel Müller. „Vom Zustand der Bezirkssportanlagen und der Turnhallen oder gar von der Grotenburg will ich hier gar nicht reden.“

Viel zu lange sei bei der Instandhaltung der städtischen Sportstätten ausschließlich mit Mitteln der dafür eigentlich gar nicht vorgesehenen Sportpauschale geflickschustert worden. Das sich jetzt präsentierende Resultat sei logisch und unausweichlich.

„Grundsätzlich stellt sich natürlich jetzt mit großer Dringlichkeit die Frage, wie eine Kommune in der Haushaltssicherung das alles bezahlen kann“, so Ratsherr Daniel John. Die notwendigen Mittel bei allen weiteren Bedarfen wie bei Schulen und Infrastruktur noch im laufenden Haushalt zu finden, sei jedenfalls völlig illusorisch.

Gefragt seien deshalb im Interesse des Sports neue Ideen, denn: „Eine Finanzierung über ÖPP kommt für uns nicht in Frage. Hier geht es in Wahrheit nicht um Investoren, sondern um eine Verlagerung von Schulden auf die nachkommende Generation. Das ist mit uns Grünen nicht zu machen.“

Dies gelte umso mehr als die Finanzierung auf Pump nach Feuerwache und Stadthaus nun offenbar zum Regelfall zu werden drohe. „Die Vorfestlegung der Verwaltung auf dieses Modell spricht jedenfalls Bände“, so John weiter.

Besteht in diesem Punkt zumindest für die Grünen schon Klarheit, ist die Frage danach, ob die Eishallen für 16 Mio Euro saniert oder im Falle von zwei Flächen für mehr als das Dopppelte, nämlich für 35 Mio neugebaut werden sollen, noch völlig offen.

„Wir sind deshalb durchaus auch irritiert darüber, dass sich die Fachverwaltung entgegen der Aussage im Gutachten vorschnell für einen Neubau ausgesprochen hat“, so John.

Unabhängig davon sei die Grundlage für eine sachorientierte Entscheidung zunächst einmal eine detaillierte Bedarfsplanung.

„Der Sport ist wertvoll für diese Stadt, für Gesundheit und Zusammenhalt. Wir werden uns mit unseren politischen Partnern zusammmensetzen und beraten, wie wir künftig der Sportstadt Krefeld gerecht werden können“, so die Grünen abschließend.