015/17 | Streit um Kleinewefersgelände beigelegt: Grüne für attraktiven und bezahlbaren Wohnungsbau

Höchst erfreut haben die Grünen auf das positive Ergebnis des Moderationsverfahrens zwischen der Kleinewefers GmbH und dem Chef des „Nordbahnhofs“, Viktor Furth, reagiert.

Zu danken – so die Fraktionsvorsitzende Heidi Matthias – sei in dem Zusammenhang zunächst dem Gastronomen, der sich trotz aller beharrlicher Bedenken letztendlich gesprächsbereit gezeigt und damit den Durchbruch ermöglicht habe.

Im Ergebnis soll die beabsichtigte Wohnbebauung nun entgegen den bisherigen Planungen einen größeren Abstand zum Nordbahnhof haben und um 4.000 qm kleiner ausfallen. Diese Fläche wiederum soll dem angrenzenden Kaiser-Wilhelm-Park zugeschlagen werden.

Damit sei – in Ergänzung des schon zuvor geplanten Lärmschutzpuffers – ein Kompromiss erreicht worden, mit dem die bis anhin bestehenden Konflikte ausgeräumt würden.

„Für uns Grüne steht dabei im Vordergrund, dass dieses schon so lange brach liegende Gelände endlich für innerstädtischen Wohnungsbau genutzt werden kann“, so Matthias.

„Besonders erfreulich ist es natürlich, dass für die Entstehung neuer Wohnungen keine weitere Flächenversiegelung erfolgen muss“, erläutert die Grüne. Der nächste Schritt sei nun die Aufstellung des Bebauungsplans, der – die angrenzende Bebauung berücksichtigend – architektonisch ansprechende Mehrfamilienhäuser beinhalten sollte.

„Hier ist ein innerstädtischer Ort gefunden, an dem dringend gebrauchte barrierearme, attraktive und bezahlbare Wohnungen entstehen können“, fasst Matthias zusammen. Mit Blick auf die verkehrliche Belastung des Oranierrings müsse zur Verbesserung der Luftqualität unbedingt eine weitgehende Durchgrünung des neu entstehenden Wohnquartiers sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden vorgesehen werden.