013/18 | Grünen wollen mehr Lebensraum für Biene und Co

Im Zuge des dramatischen Rückgangs der Insekten, den der Entomologische Verein Krefeld festgestellt hat und dessen Forschungsergebnisse inzwischen weltweit anerkannt werden, sehen die Grünen sofortigen Handlungsbedarf.

„Um die besorgniserregende Entwicklung aufzuhalten, bedarf es deutlicher Änderungen, was den Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen und öffentlichem Grün anbelangt“, so die umweltpolitische Sprecherin, Ratsfrau Anja Cäsar.  „Deshalb sind wir froh, dass sich Anfang Mai Verwaltung, Bauernschaft und Naturschutzverbände zusammenzusetzen werden, um gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen für mehr Naturschutz anzugehen.“

Auch die Bürgerschaft aber kann ihre Möglichkeiten nutzen, noch in diesem Frühling mehr für den Naturschutz zu tun. Deshalb haben die Grünen auf ihrer Homepage gruene-fraktion-krefeld.de einen eigenen Bereich unter dem Titel „Lebensräume für Flora und Fauna in der Stadt“ eingerichtet. „Nachdem wir im vergangenen Jahr unsere Website um den Bereich ‚Dachbegrünung als ökologische Maßnahme‘ erweitert haben, gibt es bei uns nun auch eine eigene Infoseite für den praktischen Naturschutz zum Selbermachen“, so die Fraktionsvorsitzende Heidi Matthias.

„Angesichts des Insektensterbens möchten wir dafür werben, mehr Naturschutz im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu betreiben. Nicht alle wissen vielleicht, was sie tun können, um Insekten, Vögeln und Fledermäusen mehr Lebensraum zu schaffen, deshalb haben wir eine Sammlung von entsprechenden Informationen, praktischen Tipps, Literaturhinweisen und Links zusammengestellt. Wie wir von Imkern wissen, bietet die Stadt mit ihren zahlreichen privaten Gärten inzwischen mehr Nahrungsquellen für Insekten und Vögel als die von Wildpflanzen leer geräumten Äcker am Rande der Stadt. Insofern kommen derzeit den innerstädtischen Grün- und Gartenflächen für das Überleben von Insekten eine größere Bedeutung zu,“ ist Heidi Matthias überzeugt.

„Zunehmende Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft, Pestizide, allgemeine Umweltverschmutzung und vieles andere mehr haben in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass unsere Insektenpopulation um 80% zurückgegangen ist“, erläutert die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Anja Cäsar. Insekten seien ein wichtiger Bestandteil unseres empfindlichen Ökosystems. „Wenn es keine Insekten mehr gibt, wird es bald auch keine Vögel, keine Fledermäuse und keine Früchte mehr geben“, so Cäsar weiter.

„Wenn alle Gärten, Vorgärten, Grünflächen und Balkone naturnah mit möglichst vielen verschiedenen insektenfreundlichen Blühpflanzen und giftfrei gestaltet würden, könnten wir mit dazu beitragen, das heimische Artensterben aufzuhalten“, glaubt die Grüne. Tipps und Anregungen, wie dies geschehen kann, geben die Grünen unter http://gruene-fraktion-krefeld.de/lebensraeume/